Gesetzliche Krankenkassen: Anbieter-Liste, Unterschiede, Vergleich >>> Unser Marktüberblick zur gesetzlichen Krankenversicherung



Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse gilt für Arbeitnehmer bis zu einer gewissen gesetzlich festgelegten Einkommensobergrenze oder Beitragsbemessungsgrenze als Pflichtversicherung.

Nach dem SGB V besteht für alle Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse grundsätzlich ein Leistungsanspruch auf Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit oder Linderung von Beschwerden. Nach §12 (1) SGB V wird die Leistungsgewährung allerdings auf ein Mindestmaß eingeschränkt. Die Leistungen dürfen nur nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit ausreichend erfolgen.

Der Beitragssatz richtet sich bei den gesetzlichen Krankenkassen nicht nach persönlichem Krankheitsrisiko sondern nach dem Solidaritätsprinzip und wird gesetzlich festgelegt.

Wer sind die größten Anbieter mit den meisten Versicherten?

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) (www.vdek.com) bildet den größten Teil der Anbieter mit einer Versicherungsgesamtzahl von 26.086.173 Versicherten. Zu dieser Klasse gehören die Techniker Krankenkasse mit 8.680.000 Versicherten, die Barmer GEK mit 8.640.000, die DAK-Gesundheit mit 6.600.000, die Kaufmännische Krankenkasse – KKH mit 1.807478, sowie die hkk und HEK mit geringeren Versichertenanteilen.

Statistik: Entwicklung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in den Jahren 1998 bis 2015 (Quelle: STATISTA / GKV-Spitzenverband)

Statistik: Entwicklung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in den Jahren 1998 bis 2015 (Quelle: STATISTA / GKV-Spitzenverband)

Mit einer Versichertengesamtzahl von 24.267.969 Mitgliedern schließen sich die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) als nächst größter Versichertenverband an. Ihnen gehören die AOK Bayern als größte Krankenkasse mit einer Mitgliederzahl von 4.316.204 Mitgliedern, gefolgt von der AOK Baden-Württemberg mit 3.854.769 Mitgliedern, der AOK Rheinland/Hamburg mit 2.800.000, der AOK Plus mit 2.727.733, der AOK Nordwest mit 2.726.863, der AOK Niedersachsen mit 2.415.717, sowie weitere kleinere wie AOK Nordost, AOK Sachsen-Anhalt, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland oder AOK Hessen.

Als drittgrößter Verband erscheint der Verband der Betriebskrankenkassen (BKK) (www.bkk-dachverband.de) mit einer Gesamtmitgliederzahl von 11.620.807. Diesem Verband gehören bis 107 BKKs an. Die größte BKK dieses Verbandes ist die Siemens-Betriebskrankenkasse mit einer Mitgliederzahl von 1.018.767 Versicherten, dieser folgend sind die BKK Mobil Oil mit 992.643 Mitgliedern, die BKK vor Ort mit 770.000, die Deutsche BKK mit 765.000, die Bahn BKK mit 680.000 oder die Promova BKK mit 660.000 Mitgliedern als nächst größere dieses Verbandes zu nennen.

Eine Extraverbandsposition nehmen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (www.deutsche-rentenversicherung.de/KnappschaftBahnSee/), die die Bundesknappschaft und die See-Krankenkasse eingliedert, mit insgesamt 1.737.197 Mitgliedern, sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau mit 738.944 Versicherten. Aus den von insgesamt über 200 verbliebenen 132 gesetzlichen Krankenkassen ergeben sich nun die folgenden ersten 10 größten Kassen:

  1. Techniker Krankenkasse mit 8.860.000 Mitgliedern
  2. Barmer GEK mit 8.640.000 Mitgliedern
  3. DAK-Gesundheit mit 6.600.000 Mitgliedern
  4. AOK Bayern mit 4.316.000 Mitgliedern
  5. AOK Baden-Württemberg mit 3.854.769 Mitgliedern
  6. IKK Classic mit 3.600.000 Mitgliedern
  7. AOK Rheinland/Hamburg mit 2.800.000 Mitgliedern
  8. AOK Plus mit 2.727.733 Mitgliedern
  9. AOK Nordwest mit 2.726.863 Mitgliedern
  10. AOK Niedersachsen mit 2.415.717 Mitgliedern

Die ersten drei Top-Krankenkassen werden unten allgemein erklärt und Unterschiede herausgestellt.

Statistik: Überschuss/Defizit der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Deutschland von 2001 bis 2013 in Milliarden Euro (Quelle: STATISTA / BMG)

Statistik: Überschuss/Defizit der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Deutschland von 2001 bis 2013 in Milliarden Euro (Quelle: STATISTA / BMG)

Statistik: Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 2008 bis 2012 in Milliarden Euro (Quelle: STATISTA / Bundesversicherungsamt; Der Spiegel)

Statistik: Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 2008 bis 2012 in Milliarden Euro (Quelle: STATISTA / Bundesversicherungsamt; Der Spiegel)

Im Folgenden nun eine Vorstellung der drei größten gesetzlichen Kassen aus unser o.g. Liste der gesetzlichen Krankenkassen:

Die Techniker Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse, kurz TK (www.tk.de), als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Hamburg besteht seit 3. August 1884. Sie verfügt über ein Haushaltsvolumen von 24 Mrd. Euro, 247 Geschäftsstellen bundesweit und 12857 Mitarbeitern. Sie ist mit 6,2 Millionen Mitgliedern und 2,4 Millionen beitragsfreien Familienversicherten die derzeit größte Krankenkasse in Deutschland. Ihr Verwaltungsaufbau strukturiert sich in verschiedene Themenzentren, die als Servicezentrum in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten und über Hotlines erreichbar sind:

  • Servicezentrum Ambulante Leistungen
  • Servicezentrum Forderungsrealisierung
  • Servicezentrum Hilfsmittel
  • Servicezentrum Kieferorthopädie
  • Servicezentrum Krankengeld
  • Servicezentrum Krankenhaus
  • Servicezentrum Mitgliedschaft und Beiträge
  • Servicezentrum Pflege
  • Servicezentrum Unfälle und Regresse
  • Servicezentrum Vorsorge und Reha

Die TK hat mit Krankenhäusern, Ärzten, Physiotherapeuten und Reheinrichtungen für mehr Qualität, mehr Service für mehr Gesundheit Vereinbarung zur optimalen Koordination medizinisch notwendiger Behandlungen geschlossen. Mit besonderen Vertragspartnern wurden ambulante Operationszentren ausgewählt, um eine stationäre Behandlung möglichst zu vermeiden. Besondere TK-Angebote sind:

  • Familien vor Darmkrebs schützen
  • Qualität rund um die Geburt
  • Künstliche Gelenke
  • Mikrochirurgische Eingriffe
  • Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Herz-CT und Herz-MRT
  • Behandlung von Kopfschmerzen
  • Hilfe bei psychischen Erkrankungen
  • optimale Versorgung von Sportverletzungen und Sportmedizinische Untersuchungen
TK / Techniker Krankenkasse - Website Screenshot www.tk.de am 27.05.2014

TK / Techniker Krankenkasse – Website Screenshot www.tk.de am 27.05.2014

Der TK-Hausarzttarif koordiniert bei Patienten mit aufwändigen Behandlungen Pflegepersonal, Hausbesuche oder mehrere Fachärzte. Es sollen dabei mehrbelastende Doppeluntersuchungen vermieden werden und Terminierungen werden optimal koordiniert.

Ohne Mehrkosten können Patienten auf homöopathische Behandlungen bei Ärzten mit Homöopathie-Diplom des DZVhÄ zurückgreifen. Eingeschlossen sind hier eine einstündige Erstanamnese zur Analysierung des Krankheitsbildes, die homöopathische Analyse und Arzneimittelauswahl sowie erforderliche Folgeanamnesen.

Innovative Verfahren wie die Gamma-Knife als Operation ohne Skalpell, PET/CT mit Hightech-Diagnostik gegen Krebs oder die schonende Entfernung von Gebärmutter-Myomen werden von der TK unterstützt.

Die Teilnahme an einem TK-Plus Programm ist freiwillig und kostenfrei und besonders für chronisch Kranke geeignet. In diesem Programm werden medizinische Leitlinien auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse empfohlen. Besonders Patienten mit Diabetes mellitus, Brustkrebs, KHK – Koronare Herzerkrankungen, Asthma bronchiale oder COPD finden in diesem Programm bestmögliche Unterstützung.

Die Barmer GEK

Ebenfalls als Körperschaft des öffentlichen Rechts wurde die Barmer GEK (www.barmer-gek.de) mit Hauptsitz Berlin am 1.1.2010 gegründet. Mit einem Haushaltsvolumen von 24 Mrd. Euro, über 800 Geschäftsstellen und circa 15000 Mitarbeitern ist sie die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Mit neun Landesgeschäftsstellen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, 2 in Hamburg, Koblenz, München Leipzig und Stuttgart ist sie für Gremien, Verbände oder Institutionen Ansprechpartner für regionale Zuständigkeiten.

Mit kostenfreien Mehrleistungen ohne Zusatzbeitrag, individuell persönlicher Beratung, einem Wartezeitenmanagement, ambulanter Vorsorge, integrierte Versorgung bei ambulanten OPs, freier Arztwahl über Barmer GEK Arztnavi, Homöopathie, Psychotherapie und dem Barmer GEK Teledoktor bietet sie in der Standardversorgung ein umfangreiches, innovatives Angebot mit vielen zusätzlichen kostenfreien Mehrleistungen.

Mit regelmäßiger jährlicher Zahnarztkontrolle (nachgewiesen im Bonusheft) besteht Anspruch auf 20 oder 30 prozentigem Zahnersatznachlass auf Kronen, Prothesen oder Brücken. Zahnvorsorgeuntersuchungen werden bis zu 2mal pro Jahr übernommen. Im Krankheitsfall besteht eine optimale Zusammenarbeit aller behandelten Ärzte. Die Übernahme aller verschreibungspflichtigen Arzneimittel und rezeptfreie Arzneimittel im Ausnahmefall bis zur Höchstgrenze ist garantiert. Bis auf einen Eigenanteil übernimmt die Barmer GEK alle allgemeinen Krankenhausleistungen für einen vollstationären Behandlungsaufenthalt in voller Höhe.

Die gesetzliche Krankenkasse "Barmer GEK" - Website Screenshot www.barmer-gek.de am 27.05.2014

Die gesetzliche Krankenkasse „Barmer GEK“ – Website Screenshot www.barmer-gek.de am 27.05.2014

Zu den vertragsärztlich verordneten Heilmitteln der Barmer GEK gehören die physikalische Therapie, die Ergotherapie, die Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie und die podologische Therapie. Die Kosten für Heilmittel wie medizinische Bäder, Massagen, Krankengymnastik, Elektro- und Wärmetherapie sowie Ergo- und Sprachtherapie übernimmt die Kasse. Bis zu vertraglich vereinbarten Preisen übernimmt die Kasse die Kosten für Sehhilfen, Hörgeräte, Inkontinenzartikel oder orthopädische Schuhe.

Für 12,13 Euro pro Monat gibt es einen Zusatzschutz für die Generation 60 plus für Heilmittelzuzahlung, Sehhilfen, Rücktransport und medizinische Versorgung bei Auslandsreisen, Zahnzusatzschutz oder Komfort-Zahn-Zusatzschutz.

Früherkennungsangebote zum Nulltarif, Check-up 35, Hautkrebs-Screening und Vorsorgeuntersuchungen leisten Vorsorge und Früherkennung. Als Pluspunkter kann man sich sportliche Aktivitäten, Vorsorge, Impfungen vom Verein oder Arzt im Bonusheft bestätigen lassen. Ab 500 Pluspunkten wartet eine Prämie auf die aktiven Versicherten.

Pflegestufen, Pflegekurse, Häusliche Pflege oder vollstationäre Pflege sind Bestandteile der Pflegeleistungen für hilfsbedürftige Menschen innerhalb der Barmer GEK. Wahltarife für Selbstbehalt, Prämien bei Leistungsfreiheit, Kostenerstattungstarif, Tarife für Krankengeld, Tarife für Selbstständige sind weitere Boni der Barmer GEK.

Die DAK–Gesundheit

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts wurde die DAK–Gesundheit (www.dak-gesundheit.de) am 1.1.2012 mit Sitz in Hamburg aus einer Fusion der DAK mit den Partnerkassen BKK Gesundheit und BKK Axel Springer gegründet.

Mit einem Haushaltsvolumen von 22,1 Mrd. Euro in 2013, ungefähr 760 Geschäftsstellen bundesweit und über 11600 Mitarbeitern hält sie Platz 3 in der Rangliste der größten gesetzlichen Krankenkassen.

Neben Leistungen von A–Z werden spezielle Gesundheitspakete für Azubis, Berufstätige, Familien, Schwangere, Selbstständige oder Studenten angeboten. Mit dem gesundAktivBonus kann sich der Versicherte der DAK ab einer erreichten Punktezahl von 5000 ab 50 Euro Prämie aufwärts verdienen.

Die gesetzliche Krankenkasse "DAK-Gesundheit" - Website Screenshot www.dak.de am 27.05.2014

Die gesetzliche Krankenkasse „DAK-Gesundheit“ – Website Screenshot www.dak.de am 27.05.2014

Das DAK – Gesundheitsnetz prosper optimiert Hausärzte und Spezialisten, erstattet für die ersten 5 Tage eines Klinikaufenthaltes die gesetzliche Zuzahlung bis maximal 50 Euro im Jahr, die Ausschüttung einer vierteljährlichen Treueprämie von 10 Euro und die Koordination aller Behandlungen durch den Hausarzt für eine zielgerichtete und effektive Behandlung. Das reduziert den bürokratischen Aufwand und senkt die Kosten für die Gemeinschaft der Beitragszahler der DAK. Eine Teilnahme am Netzwerk ist freiwillig. Über ein Spezialisten-Netzwerk werden Behandlungsschritte koordiniert und Patienten begleitet und von Anfang an auf höchstem Niveau behandelt.

Für Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Brustkrebs, Asthma, Koronare Herzkrankheit, Asthma bei Kindern, Diabetes bei Kindern oder COPD gibt es spezielle DAK-Gesundheitsprogramme. Zusatzschutz der DAK sind für Zahngesundheit, Reise, Sterbegeld, Verdienstausfall, Pflege, Krankenhaus, Gesundheit, Kostenerstattung, für Kinder oder für junge Leute zur Auswahl und Ergänzung des Basisschutzes vorgesehen. Das Präventionsprogramm gegen die Volkskrankheit Rückenschmerzen baut auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und fördert den Muskelaufbau.

YOUTUBE: Schlaganfall – Versorgungsmanagement bei der DAK-Gesundheit
(www.youtube.com/watch?v=qnCC2aMMnaw)

Worin unterscheiden sich die Anbieter?

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zur Vermeidung, Linderung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten sind für alle gesetzlichen Krankenkassen als Rahmenvorgabe und Garantieleistung im SGB V festgelegt. Es betrifft:

  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Schutzimpfungen
  • Zahnersatz
  • Sehhilfen
  • Rehabilitation
  • Krankengeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Zuzahlungsregelungen
  • Chroniker-Befreiungskarte

oder neue Leistungen wie

  • Hautkrebsvorsorge
  • Akupunkturen bei Rücken- und Knieschmerzen
  • Grippe-Schutzimpfung für Risikopatienten.

Vom Gesetzgeber sind somit ärztliche, zahnärztliche oder psychotherapeutische Behandlungen, die Versorgung mit Arznei-, Heil-, Verbands-, oder Hilfsmitteln, häusliche Krankenpflege, Krankenhausbehandlung und Leistungen der medizinischen Rehabilitation zwingend vorgegeben. Neben diesen Pflichtleistungen wird den gesetzlichen Krankenkassen für besondere Leistungen ein gewisser Freiraum eingeräumt. Des Weiteren bestehen große Leistungsunterschiede bei Bonus- und Wahltarifen oder beim zur Verfügung gestellten Service.

Gibt es bestimmte Krankenkassen/Anbieter, die sich auf eine spezielle Klientel spezialisiert haben?

In der Regel müssen gesetzliche Krankenkassen alle Bewerber aufnehmen, d.h. also auch Geringverdiener, Rentner, Arbeitslose und natürlich auch Arbeitnehmer. Seit 2007 können gesetzliche Krankenkassen Wahltarife für verschiedene zusätzliche Gesundheitsleistungen anbieten, die sich denen der PKV nähern und für Besserverdiener erschwinglich sind, ohne sofort in eine PKV wechseln zu müssen. Wahltarife der gesetzlichen Krankenversicherung halten Besserverdiener im solidarischen System. Allerdings soll das zu Gunsten der PKV wieder stark eingeschränkt werden.

Die Themenwelt der GKV (© Florian Hiltmair / Fotolia)

Die Themenwelt der GKV (© Florian Hiltmair / Fotolia)

Wer bietet welche Besonderheiten im Leistungsvergleich?

Viele gesetzliche Krankenkassen leisten wesentlich mehr als vom Gesetzgeber gefordert. Immer mehr alternative Heilmethoden werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Alternative Therapieformen sind z.B.:

  • Anthroposophische Medizin: Heilung durch Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele
  • Autogenes Training
  • Atemtherapie
  • Ayurveda: Einheit von Bewegung, Ernährung und Lebensweise
  • Bachblütentherapie
  • Balneotherapie: Heilung durch angereichertes Wasser
  • Chelattherapie: Belastungen durch Schwermetalle vermindern
  • Chiropraktik
  • Eigenbluttherapie, Eigenharntherapie, Elektrotherapie
  • Feldenkrais: Selbstbild, Empfindungsmuster
  • Heliotherapie
  • Homöopathie
  • Irisdiagnostik
  • Kyrotherapie: Einsatz von Kälte
  • Osteopathie
  • Phototherapie: Lichtheilung
  • Phytotherapie: Pflanzenheilmittel
  • Progressive Muskelentspannung
  • Qi Gong
  • Shiatsu
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Yoga
  • Meditation
  • Alternative Arzneimittel

Die Krankenkassen bieten unterschiedliche Wahltarife mit Beitrags- oder Erstattungsvarianten an wie zum Beispiel

  • Selbstbehalttarife
  • Selbstbehalttarife ohne Pflicht zum Kostenerstattungsverfahren
  • Wahltarif Prämie bei Leistungsfreiheit
  • Wahltarif Prämie bei Leistungsfreiheit ohne Pflicht zum Kostenerstattungsverfahren
  • Wahltarif mit Kostenerstattung
  • Kombinationen von Wahltarifen
  • Wahltarif mit eingeschränkten Leistungsumfang
  • Wahltarif mit individuellen Krankengeldanspruch oder auch
  • Bonustarife für gesundheitsbewusstes Verhalten.

Für Wahltarife mit unterschiedlicher medizinischer Versorgung wird zwischen dem Hausarzttarif, dem Wahltarif zur integrierten Versorgung, dem Wahltarif für besondere Therapieeinrichtungen, der integrierten Versorgung mit Homöopathie sowie dem Wahltarif für besondere Arzneimittel unterschieden.

Viele Krankenkassen erweitern das gesetzlich vorgeschriebene Leistungsangebot. Diese legen in ihren Satzungen besondere Leistungen wie Haushalthilfe, mehr häusliche Krankenpflege, Mehrleistung an stationärer und ambulanter Hospizleistung, freie Krankenhauswahl, Kostenübernahme rezeptfreier Medikamente, mehr Freiheiten für Kostenübernahme nicht zugelassener Therapeuten oder Zuschüsse für Brillen, Kontaktlinsen u. a. Sehhilfen fest.

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen - gewünschte Leistungen > Um welche Leistungen sollten sich Ihrer Meinung nach die gesetzlichen Krankenkassen künftig unbedingt kümmern? (Quelle: STATISTA / HanseMerkur Versicherung)

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen – gewünschte Leistungen > Um welche Leistungen sollten sich Ihrer Meinung nach die gesetzlichen Krankenkassen künftig unbedingt kümmern? (Quelle: STATISTA / HanseMerkur Versicherung)

Was bietet die Techniker Krankenkasse (TK) an Extra-Leistungen bzw. alternativen Leistungen?

Die Angebote der TK im Bereich Alternative Therapieformen umfassen die Bereiche der Homöopathie, Osteopathie, Alternative Arzneimittel, Anthroposophische Medizin, Phytotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin, sowie Akupunktur. Nicht verschreibungs-, oder apothekenpflichtige Medikamente aus den Bereichen der Homöopathie, Osteopathie oder Phytotherapie erstattet die TK bis zu 100 Euro im Jahr. Bei Osteopathie übernimmt die TK bis zu 80 % der gesamten Behandlung, sie zahlt mit maximal 6 Sitzungen pro Jahr pro Sitzung bis zu 60 Euro.

Die TK bietet verschiedene Wahltarife mit Beitrags- und Erstattungsvarianten an. Dazu zählen Selbstbehalttarife, Wahltarif Prämie bei Leistungsfreiheit und Wahltarif mit Kostenerstattung. Die TK schließt Wahltarife zur integrierten Versorgung, für besondere Therapieeinrichtungen oder für integrierte Versorgung mit klassischer Homöopathie als Hausarztmodelle ein. Beim Wahltarif für besondere Therapieeinrichtungen ist für die Erstattung von Naturarznei ein nach Alter gestaffelter Zusatzbeitrag zu zahlen. In der höchsten Beitragsstufe werden 90 % der Kosten höchstens jedoch 280 Euro pro Jahr von der Kasse erstattet.

Schnelle Untersuchungstermine, garantierte Behandlungs- oder Operationstermine, die optimale Kooperation von Ärzten und Therapeuten kennzeichnen die integrierte Versorgung der TK. Auch Wartezeiten lassen sich verkürzen und Zuzahlungen reduzieren.

Für besondere Leistungen ermöglicht die TK Haushalthilfen bei ambulanten Behandlungen, mehr häusliche Krankenpflege weit über den gesetzlichen Anspruch hinaus sowie ein Plus an Hospiz- und Palliativmedizin. Des Weiteren bietet die TK einen Auslandsservice für die meisten europäischen Länder mit medizinischer Behandlung ohne Vorkassenleistung. Ein entsprechender Service ist 24 h rund um die Uhr erreichbar.

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen mit dem höchsten Mitgliederzuwachs 2013 (Quelle: STATISTA / dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik)

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen mit dem höchsten Mitgliederzuwachs 2013 (Quelle: STATISTA / dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik)

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen mit dem höchsten Mitgliederschwund 2013 (Quelle: STATISTA / dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik)

Statistik: Gesetzliche Krankenkassen mit dem höchsten Mitgliederschwund 2013 (Quelle: STATISTA / dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik)

Was bietet die Barmer GEK an Extras?

Die Barmer GEK unterstützt die sanfte Medizin in folgenden Bereichen: Alternative Krebstherapie, Atemtherapie, Anthroposophische Medizin, Autogenes Training, Ayurveda, Balneotherapie, Chelattherapie, Homöopathie, Osteopathie, Elektrotherapie, Hydrotherapie, Kyrotherapie, Phototherapie, Phytotherapie, Progressive Muskelentspannung, Qi Gong, Reflexzonenmassage, Shiatsu, Traditionelle Chinesische Medizin, Yoga / Meditation.

Die Akupunktur wird erfolgreich bei Kniegelenkarthrose oder Beschwerden der Lendenwirbelsäule angewendet. In den Bereichen Bewegung, Entspannung, Ernährung oder Suchtmittel finden weitere Präventionsmaßnahmen wie TaiChi, Tropho-Training oder MBSR-Kurse Anwendung.

Die Barmer GEK bietet Wahltarife als Selbstbehalttarife, Wahltarife Prämie bei Leistungsfreiheit, Wahltarife mit Kostenerstattung, Kombinationen von Wahltarifen, Wahltarife mit individuellem Krankengeldanspruch sowie Bonustarife für gesundheitsbewusstes Verhalten an. Hervorzuheben ist hier der Wahltarif Krankengeld für Selbstständige. Die Tarife können gewählt werden für einen Krankengeldanspruch ab dem 22. Tag der Arbeitsunfähigkeit, ab dem 92. Krankheitstag, oder mit gesetzlichem Anspruch ab Beginn der 7. Woche für einen früheren Anspruch vom 15. bis 42. Krankheitstag.

Die Barmer GEK unterstützt als Wahltarife ferner den Hausarzttarif, Wahltarife zur integrierten Versorgung und integrierte Versorgung mit klassischer Homöopathie. So leistet die Krankenkasse bei der integrierten Versorgung wesentliche Unterstützung bei Krankheitsbildern wie Atemwegserkrankungen, Augenerkrankungen, Diabetes, Ernährungskrankheiten, Herzerkrankungen, Rückenerkrankungen und bei endoprothetischer Versorgung in der Palliativmedizin.

YOUTUBE: Werbevideo der BarmerGEK > Gesundheit weiter gedacht
(www.youtube.com/watch?v=hUqne6xgaU4)

Den Versicherten der Barmer GEK wird bundesweit zur freien Entscheidung ein pädiatrischer, hausarztzentrierter Versorgungsvertrag für eine Verbesserung der Versorgungsqualität angeboten. Neben den Versicherten werden Krankenhäuser, Gesundheitsexperten und niedergelassene Ärzte in die integrierte Versorgung eingebunden. Dadurch entfallen gesundheitsbelastende Doppeluntersuchungen für die Patienten. Schnelle Terminierungen für Fachärzte und Operationen ohne lange Wartezeiten sowie einem nahtlosen Aufeinanderfolgen von Behandlungsschritten und Therapiemaßnahmen werden ohne Informations- und Zeitverlust reibungslos fortgeführt.

Versicherte mit Kopfschmerzen oder Migräne finden in der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin in Essen mit Schulmedizin und naturheilkundlichen Verfahren eine Behandlungsmethode auf modernster wissenschaftlicher Basis. Die IV-Kooperation POLIKUM Berlin versteht sich als ambulantes Operationszentrum aller Fachrichtungen für die exzellente medizinische Versorgung der Patienten. Für besondere Leistungen gewährt die Barmer GEK eine Haushalthilfe bei ambulanten Behandlungen, eine häusliche Krankenpflege über den gesetzlichen Anspruch hinaus, freie Krankenhauswahl sowie Leistungen nicht zugelassener Leistungserbringer.

DAK–Gesundheit

Homöopathie, Anthroposophische Medizin und Qi Gong sind von der DAK unterstützte alternative Heilmethoden. Das Paket DAKplus 2 übernimmt nach dem aktuellen Hufeland-Verzeichnis, des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker inklusive naturheilkundlicher Medikamente 80 % bis zu 500 Euro pro Jahr an Kosten, wobei in den ersten beiden Jahren eine Begrenzung auf 100 bzw. 200 Euro erfolgt. Wahltarife der DAK mit Beitrags- und Erstattungsvarianten beziehen sich auf Selbstbehalttarife, Wahltarife Prämie bei Leistungsfreiheit und Wahltarife mit Kostenerstattung. Des Weiteren bietet die DAK Wahltarife als Hausarztmodell zur integrierten Versorgung an.

Gibt es bestimmte, interessante Kooperationen?

In der Initiative für Gesundheit und Arbeit kooperieren gesetzliche Krankenversicherung und die Unfallversicherung eng miteinander für Forschung, Beratung und Entwicklung mit den Schwerpunkten Präventionsziele, Gestaltung gesunder Arbeit, Arbeit im Wandel und Wirksamkeit von Prävention.

Eine bemerkenswerte Kooperation besteht zwischen der gesetzlichen Krankenkasse SBK und der PKV ARAG für eine Zahnzusatzversicherung, Pflegezusatzversicherung, Krankentagegeldversicherung oder ergänzende Angebote für stationäre und ambulante Leistungen. Gesetzliche Krankenkassen arbeiten allgemein also eng mit privaten Trägern zusammen, wenn es um Krankenzusatzversicherungen geht. Durch Zusatzversicherungen über private Träger erhalten die GKV-Versicherten Leistungen, die eine GKV nicht anbieten darf. So arbeitet z.B. die DKV AG mit 8 AOK zusammen, die Signal Iduna kooperiert mit Innungskrankenkassen und die Barmenia schließt Verträge mit BKK-Versicherten ab.

Kooperationen von gesetzlichen Kassen mit privaten Krankenkassen - hier: die SBK kooperiert für diverse private Krankenzusatzversicherungen mit der ARAG Versicherung (Screenshot www.sbk.org/versicherung-tarife/zusatzversicherungen/ am 28.05.2014)

Kooperationen von gesetzlichen Kassen mit privaten Krankenkassen – hier: die SBK kooperiert für diverse private Krankenzusatzversicherungen mit der ARAG Versicherung (Screenshot www.sbk.org/versicherung-tarife/zusatzversicherungen/ am 28.05.2014)

Einschätzungen über den Gesamtmarkt, Trends, Probleme, Marktentwicklungen, Politik, Wettbewerb

Die Zahl der derzeitig für jeden geöffnete gesetzlichen Krankenkassen liegt offiziell bei 99. In 2010 waren es 9 Fusionen, 2011 7 Fusionen, 2012 weitere 9 Fusionen und 2013 weitere 10 Fusionen gesetzlicher Krankenkassen. Die Techniker Krankenkasse fusionierte 2009 mit der IKK-Direkt, die DAK fusionierte 2012 mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer und 2010 fusioniert die Barmer GEK aus der Barmer Ersatzkasse und der Gmünder Ersatzkasse (GEK). Weitere geplante Fusionen folgen in 2014.

Seit Einführung des freien Krankenkassen-Wahlrechts sind aus den einst über 200 gesetzlichen Krankenkassen noch circa 132 verblieben, die um die Gunst der Versicherten ringen. Zunehmend investieren besonders die Ersatzkassen, die AOK, BKK oder IKK in Marketingstrategien und überbieten sich gegenseitig mit Extra-Leistungen, Prämien- und Bonuszahlungen oder verschiedenen Serviceangeboten. So spielt für circa 49 % der wechselbereiten Versicherten zu 58 % ein besserer Service, zu 40 % Vorteile durch Prämien oder bei Beiträgen oder zu 39 % ein besserer Leistungsumfang eine entscheidende Rolle.

Statistik: Entwicklung der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen in Deutschland von 1970 bis 2014 (Quelle: STATISTA / GKV-Spitzenverband)

Statistik: Entwicklung der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen in Deutschland von 1970 bis 2014 (Quelle: STATISTA / GKV-Spitzenverband)

Seit 20 Jahren ist die Lebenserwartung ständig gestiegen. Die medizinische Versorgung, Medikamente oder neue Behandlungstechnologien lassen die Menschen um durchschnittlich 5 Jahre älter werden. Es besteht seit 1975 der niedrigste Krankheitsstand, der zum Teil auch auf Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes zurückzuführen ist. Zudem haben sich Branchen mit hoher körperlicher Belastung oder Unfallrisiko durch die Fortentwicklung modernster Technik wesentlich verringert. Belegschaften haben sich verjüngt, Gesundheitsvorsorge und Arbeitsbedingungen wurden verbessert, was ebenfalls zur Senkung des Krankenstandes führt.

Das Bewusstsein für Gesundheit, ausgewogene gesunde Ernährung, Prävention und Sport stehen im wachsenden Interesse der Versicherten. Durchschnittlich 900 Euro bezahlt der Bundesbürger für zusätzliche Gesundheitsleistungen mit wachsender Tendenz. Der zweite Gesundheitsmarkt an freiverkäuflichen Arzneimitteln, an freiwilligen ärztlichen Leistungen, an Prävention, an alternativer Medizin, an Fitness/Wellness, an Gesundheitstourismus und an Functional Food ist innerhalb von 4 Jahren um circa 10 Mrd. Euro gewachsen.

Deutschlands Gesundheitssystem zählt innerhalb Europas zu den besten. Allerdings arbeitet die Politik seit 30 Jahren daran, dieses System auch bezahlbar zu halten. Einige Reformen wurden bereits in Angriff genommen, so die Veränderung von Apotheken- und Herstellerrabatten, die Bonus-Malus-Regelung für Ärzte oder die Aut-Idem-Regelung im AABG.

Zur Strukturreform 2007 gehört die Einführung einer Krankenversicherung für alle. Versorgungsstrukturen und Kassenorganisationen werden reformiert. Durch höheren Wettbewerb unter den Kassen soll die Qualität gesteigert werden. Die neue Gesundheitskarte mit Potenzial für vernetzte Anwendungen, die 2004 verbindlich eingeführt wurde, ist nun ab 1.1.2014 Pflicht für alle gesetzlichen Kassen und alle Versicherten.

Bei den Ausgaben haben die Krankenhausbehandlungen prozentual den größten Anteil, gefolgt von Arzneimitteln, ärztlichen Behandlungen, Sonstige, Heil- und Hilfsmittel, Verwaltung, Zahnarztbehandlung, Krankengeld, Häusliche Pflege und Zahnersatz. Hauptgrund eines Kassenwechsels ist mit Abstand die Beitragshöhe, gefolgt vom Arbeitgeberwechsel, Sonstige, Ehepartnerwechsel, Servicequalität oder spezielle Leistungen.

Durch neue Zuzahlungsregelungen in Verbindung mit Festbeträgen und einem Generikarabatt von 10 % konnten Kosten aufgefangen werden. Durch höhere Apothekenabschläge konnten weitere Kosten eingespart werden. Generika sind Produkte, die Medikamente nachahmen, deren Patente beendet sind. Die Preise der Generika sanken, da die Hersteller Generika preisgünstiger anbieten und es wird mit einem deutlichen Wachstum des Generikamarktes gerechnet. Besonders preiswerte Medikamente werden mit Zustimmung der Krankenkassen zuzahlungsbefreit mit wachsender Tendenz. Waren es im Jahre 2006 noch 2400 zuzahlungsbefreite Medikamente, so sind es in 2007 bereits 10000.

Statistik: Anteil von Rabattarzneimitteln bei den Gesetzlichen Krankenkassen 2008 bis 2013 (Quelle: STATISTA / IMS Health / BPI - Pharma-Daten 2013, Seite 68)

Statistik: Anteil von Rabattarzneimitteln bei den Gesetzlichen Krankenkassen 2008 bis 2013 (Quelle: STATISTA / IMS Health / BPI – Pharma-Daten 2013, Seite 68)

Statistik: Preisunterschied zwischen Originalpräparaten und Generika nach Ländern 2010 > Die vorliegende Statistik zeigt den durchschnittlichen Preisunterschied zwischen patentierten Original-Arzneimitteln und Generika in ausgewählten Ländern im Jahr 2010. In Deutschland war ein Generikum im Jahr 2010 durchschnittlich um 40 Prozent günstiger als das entsprechende Originalpräparat / Marken-Arzneimittel. (Quelle: STATISTA / IHS; NACDS; Drug Information Association)

Statistik: Preisunterschied zwischen Originalpräparaten und Generika nach Ländern 2010 > Die vorliegende Statistik zeigt den durchschnittlichen Preisunterschied zwischen patentierten Original-Arzneimitteln und Generika in ausgewählten Ländern im Jahr 2010. In Deutschland war ein Generikum im Jahr 2010 durchschnittlich um 40 Prozent günstiger als das entsprechende Originalpräparat / Marken-Arzneimittel. (Quelle: STATISTA / IHS; NACDS; Drug Information Association)

Die Selbstmedikation der Bürger zeigt sich prozentual besonders bei Husten- und Erkältungsmittel, gefolgt von Sonstige, Magen- und Verdauung, Herz-, Kreislauf-, Venenmittel, Schmerzmittel, Haut- und Schleimhäute, Rheuma und Muskelschmerz, Vitamine und Mineralstoffe, Beruhigung und Schlaf sowie Tonika und Geriatrika.

Homöopathische Mittel werden der Schulmedizin immer mehr vorgezogen, da viele Patienten Angst vor Nebenwirkungen haben. Jeder Vierte beugt Vitamin- oder Mineralstoffmangel zur Stärkung der Abwehrkräfte mit rezeptfreien Arzneimit teln vor. Ganz vorn liegt dabei Magnesium, gefolgt von Vitamintabletten C-Vitamin, Calcium, Vitamintabletten D+E Vitamine, Zink, abwehrstärkende Mittel, andere Mineralstoffe, Stärkungsmittel, Knoblauchpräparate, Durchblutungsfördernde Mittel und Omega 3 Präparate.

Functional Food hingegen setzt auf einfach gesund essen. Der Beginn von Functional Food wurde bereits mit dem Verkauf von jodiertem Speisesalz gesetzt. Hinzu kommen Speisesalz mit Fluorid oder Folsäure. Ebenfalls weit oben in der Verkaufsliste stehen ballaststoffreiche Vollkornprodukte, Cholesterinsenkende Speiseöle, mit Ergänzungsmitteln oder Vitaminen angereicherte Fruchtsäfte, Joghurtprodukte mit Probiotika, mit Ergänzungsmitteln oder Vitaminen angereicherte Milch, mit Ergänzungsmitteln oder Vitaminen angereichertes Brot, Fermentierte Getränke mit guten Bakterien, Sojamilch und mit Folsäure angereicherte Cerealien. Drogeriemärkte und Apotheken liegen bei den Verbrauchern weit vor Verbrauchermärkten, Drogerien und Reformhäusern.

Die deutsche Pharmaindustrie setzt immer mehr auf wachsenden Export ins Ausland. Die Unternehmen Ratiopharm, Bayer oder Klosterfrau haben in der Pharmaindustrie bei den Verbrauchern einen besonders guten Ruf. Mit dem gesellschaftlichen Wandel wächst auch die Branche der Medizintechnik. Hierzu zählen Geräte zur Diagnostik, Chirurgie sowie Intensivmedizin. Auch Bäder und Kurorte gewinnen durch den medizinischen Bewusstseinswandel mit dem Trend zu gesunden Reisen immer mehr Gäste. Das betrifft besonders Seeheil- und Seebäder sowie Mineral- und Moorheilbäder.

Vergleichsmöglichkeiten für gesetzliche Krankenkassen im Internet

Um die aufgeführten allgemeinen Kriterien gesetzlicher Krankenkassen für den eigenen Spezialfall zu analysieren und das beste Angebot herauszufiltern, finden sich im Internet verschiedene seriöse Vergleichsanbieter. Ein seriöser Vergleichstester ist www.gesetzlichekrankenkassen.de mit einem speziellen Übersichtsangebot an Zusatzversicherungen. Hier werden Informationen geliefert, mit welchem Versicherungsunternehmen die Kassen zusammenarbeiten, ob Tarife für Heilpraktikerleistungen angeboten werden, ob Tarife für Naturheilverfahren für Alternative Medizin im Angebot sind, ob Tarife für stationäre Leistungen vorhanden sind, ob Tarife für Zahnleistungen angeboten werden, ob Tarife für zusätzliches Krankengeld angeboten werden oder ob ein Tarif für eine Sterbegeldversicherung im Umfang enthalten ist.

YOUTUBE: Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung
(www.youtube.com/watch?v=nRhjY0Qp08w)

YOUTUBE: Langfristige Kosten von PKV und GKV vergleichen
(www.youtube.com/watch?v=KBb8H1XIzaY)

Statistik: Größte gesetzliche Krankenkassen in Deutschland nach der Mitgliederanzahl im Jahr 2014 in Millionen (Quelle: STATISTA / dfg - Dienst für Gesundheitspolitik)

Statistik: Größte gesetzliche Krankenkassen in Deutschland nach der Mitgliederanzahl im Jahr 2014 in Millionen (Quelle: STATISTA / dfg – Dienst für Gesundheitspolitik)

Statistik: Gehälter der GKV-Vorstände > Was verdienen die Chefs der gesetzlichen Krankenkassen? (Quelle: STATISTA / Bundesanzeiger)

Statistik: Gehälter der GKV-Vorstände > Was verdienen die Chefs der gesetzlichen Krankenkassen? (Quelle: STATISTA / Bundesanzeiger)





Dieser Artikel zum Thema / mit dem Titel "Gesetzliche Krankenkassen: Anbieter-Liste, Unterschiede, Vergleich >>> Unser Marktüberblick zur gesetzlichen Krankenversicherung" wurde publiziert von der Redaktion von versicherungen-informer.de am 15. Feb 2014 in der Rubrik: Gesetzliche Krankenkassen / GKV, Krankenversicherung und mit folgenden Stichwörtern verschlagwortet: , , , , ,